Natalia Konradova ist Berliner Künstlerin und Medienhistorikerin.
In der Ausstellung „Zerfallendes Paradies“ tritt sie als Künstlerin und Kuratorien auf. Mittelpunkt der Ausstellung sind historische kaukasische Wandteppiche (kilims), begleitetet von eigenen Werken der Künstlerin, welche sie nach ähnlichen Motiven gestaltet hat.  

Die ausgestellten Wandteppiche sind Musterstücke der naiven Kunst der 1. Hälfte des XX. Jahrhunderts. Ein sich wiederholendes Motiv der Teppiche ist ein Baum, der die Hälfte des Bildes in der Spiegelsymmetrie teilt. Hirsche, Löwen, Pfauen und Hähne symbolisieren den Paradiesgarten. Das ist die uralte Gestaltung, welche wir aus der Kunst Mesopotamiens kennen. 
Die Teppiche ähneln digitalen Bildern: beide bestehen aus Pixeln, je mehr davon vorhanden sind, desto schärfer erscheint der Wandteppich.

Diesen Effekt der „Verpixelung“ entwickelte die Künstlerin Natalia Konradova in ihren Werken bis zum logischen Ende. Ihre Hirsche, Rosen und Pfauen sind schon fast auf einzelne Pixel zerfallen. Die Bilder entblößen die Textur der alten Teppiche.

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